Nomophobie erscheint nicht im DSM-5 oder ICD-11, den beiden Handbüchern, die Kliniker tatsächlich zur Diagnose von Erkrankungen verwenden. Forscher, die an der Entwicklung des NMP-Q beteiligt waren, haben klar gesagt, dass der Fragebogen Personen identifiziert, die von Nomophobie bedroht sind – keine klinische Diagnose stellt.
Darunter liegt eine echte, ungelöste Frage: Ist Nomophobie eine eigenständige Sache oder ein Symptom mit neuem Namen? Einige Kliniker argumentieren, dass es schwierig ist, jemanden mit einer telefonspezifischen Angst von jemandem zu unterscheiden, dessen bestehende Angststörung sich zufällig rund um das Telefon äußert. Kommentare, die über ein Jahrzehnt zurückreichen, haben sich generell gegen die Sprache der „Smartphone-Sucht“ ausgesprochen und argumentiert, dass sie ein häufiges, harmloses Unbehagen medikalisiert.
Das messbare Muster und die Skepsis sollten gleichzeitig gehalten werden. Die Angst, die Forscher beschreiben, ist real und wird in Studien konsistent berichtet. Ob sie als eigenständige Störung behandelt werden sollte, anstatt in die bestehende Funktionsweise von Angst integriert zu werden, ist eine wirklich offene wissenschaftliche Frage – keine geklärte.