Es gibt keine Regel, aber einen günstigen Test.
Zieht dein Handy oft Blick, Griff oder gedanklichen Check während der Arbeit, entfernt Distanz sowohl den visuellen Reiz als auch den leichten Zugriff. Das deckt sich mit den Bedingungen, in denen Ward den klarsten Vorteil für den Nebenraum fand. Das verlangt keinen Glauben an einen großen, dauerhaften Effekt – nur die Chance, ein salientes Objekt zu entfernen und etwas Kapazität freizumachen.
Als starre Vorschrift taugt der Nebenraum weniger. Hartmanns Null-Befunde und gemischte Replikationen sprechen dafür, dass du nicht in jedem Kontext einen Gedächtnis- oder Leistungsgewinn sehen wirst. Und Distanz hat praktische Kosten: verpasste Anrufe, Codes, geteilte Tools, die das Handy in Reichweite brauchen.
Besser als Kosten und Umkehrbarkeit denken: Für einen Fokus-Block das Handy in den Nebenraum zu legen ist gratis, reversibel und schnell zu evaluieren. Es den ganzen Tag dort zu lassen, egal was ansteht, nicht. Die Leitfrage ist nicht „Wird mein Hirn gerade ausgelaugt?“, sondern „Fühlt sich dieser Block weniger zerrissen an?“