Die Lizenz schließt es zuerst aus. SelfControl ist Open-Source-Software unter GPL-Lizenz, und die Richtlinien des App Stores von Apple erlauben keinen GPL-Code – unabhängig von jeder technischen Frage.
Die iOS-Sandbox schließt den Mechanismus ohnehin aus. Jede iOS-App läuft in einer Sandbox, die verhindert, dass sie Systemdateien verändert oder Daten anderer Apps liest – genau das, worauf SelfControls Hosts-Datei-Trick angewiesen ist.
Auch Apples eigene Screen-Time-API für Entwickler ist bewusst eingeschränkt. Drittanbieter-Blocker, die auf FamilyControls, ManagedSettings und DeviceActivity basieren, laufen in stark eingeschränkten, schreibgeschützten Erweiterungen ohne dauerhaften Internetzugriff. Apps erfahren nicht einmal, welche konkreten Apps du zum Blockieren ausgewählt hast, da diese Information aus Datenschutzgründen hinter kryptografischen Tokens verborgen ist.
Es gibt eine konkrete Lücke, die in der Praxis am meisten zählt. Selbst ein Screen-Time-basierter Blocker mit eigenem In-App-Passcode kann normalerweise über den Schalter „Apps mit Screen-Time-Zugriff“ in den iOS-Einstellungen deaktiviert werden – eine Lücke, die Apples eigene integrierte Bildschirmzeit so nicht hat, da sie hinter einem separaten Passcode gesperrt werden kann.