1. Wo der Kauf stattfindet. App Store oder Web. Diese eine Antwort entscheidet, ob eine prozentuale Provision überhaupt strukturell möglich ist, wie du zugeordnet wirst und wie schnell du Daten siehst.
2. Was die Attribution zeigen kann – und was nicht. Bei Apple Kampagnen-Links erscheint eine Kennzahl erst ab mindestens 5 im betrachteten Zeitraum, und Apple unterdrückt oder fasst Zeilen zu sehr kleinen Nutzergruppen zusammen. Eine Kampagne mit drei Installationen letzte Woche kann legitimerweise wie null aussehen. Das vorab zu wissen bewahrt dich davor, fälschlich einen defekten Link zu vermuten.
3. Ob die Konditionen schriftlich fixiert sind. Satz, was als qualifiziertes Ergebnis zählt, wann Auszahlungen laufen und was bei Erstattung oder abgebrochener Testphase passiert. Ein Entwickler-Programm ist nicht schlechter als ein Netzwerk-Programm, aber die Bedingungen stehen dann eher in einer E-Mail als in einem Dashboard zum Nachlesen – halte sie schriftlich fest.
4. Ob das Programm noch existiert. Hier sind Affiliate-Verzeichnisse am schwächsten. Freedom, einer der etabliertesten Namen beim Blockieren, schreibt aktuell im eigenen Help-Center, das Affiliate-Programm sei während eines Umbaus pausiert. Notion, das am häufigsten Creatorn empfohlene generische Produktivitäts-Programm, schreibt auf der eigenen Affiliate-Seite, keine neuen Affiliates aufzunehmen. Beide werden in einem Dutzend Verzeichnissen noch als offen mit selbstbewusst falschen Provisionszahlen gelistet. Prüfe die Primärquelle, bevor du den Beitrag schreibst.
5. Ob das Produkt einer skeptischen Leserschaft standhält. Deine Zielgruppe wird versuchen, es zu brechen. Lässt sich ein Blocker durch Löschen der App, Umstellen einer Einstellung oder Abwarten einer fünfsekündigen Verzögerung aushebeln, erfahren das die Menschen, die deiner Empfehlung vertraut haben, innerhalb einer Woche – die Kosten landest du, nicht der Entwickler.